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	<title>Zitate Osho - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-19T23:51:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in My Wiki</subtitle>
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		<id>https://wiki.bodemer.cloud/index.php?title=Zitate_Osho&amp;diff=4011&amp;oldid=prev</id>
		<title>212.101.202.110 am 1. Januar 1970 um 00:33 Uhr</title>
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		<updated>1970-01-01T00:33:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;=== Philosophie und andere Nahrung für Kopf und Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in der Neuzeit viele sogenannte Philosophien. Im Grunde sind sie - nach meinem&lt;br /&gt;
Geschmack - jedoch oft nur langweilige mentale Wucherungen von Mitmenschen,&lt;br /&gt;
die den Kontakt zu ihren eigenen Wurzeln verloren zu haben scheinen und die kaum&lt;br /&gt;
mehr in der Lage sind auf ihr Herz zu hören oder, jenseits von Worten, die Schlichtheit&lt;br /&gt;
und Faszination des gegenwärtigen Moments erfassen und genießen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glücklicherweise gibt es auch heute noch in dieser Hinsicht Lichtblicke oder mehr noch,&lt;br /&gt;
eine kristallene Klarheit von Gedanken und Visionen, deren Schlüssigkeit mich ganz&lt;br /&gt;
tief berührt. Der nachfolgende Auszug aus einem Vortrag von Osho, einem indischen&lt;br /&gt;
Mystiker, Philosophen und ... und ... ... dürfte für viele Menschen sicherlich mehr&lt;br /&gt;
als provokant sein. Es ist dennoch einen Versuch wert, diese Passagen möglichst&lt;br /&gt;
vorurteilsfrei - oder wie es im Englischen so treffend heißt - &amp;quot;open minded&amp;quot; zu lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Menschen auf der Welt verbringen ihr Leben aus einem ganz simplen&lt;br /&gt;
psychologischen Grund in irgendeiner Sklaverei: Sklaverei ist behaglich. Freiheit ist&lt;br /&gt;
ein offener Himmel. Sklaverei ist die Sicherheit des Käfigs. Der Vogel im Käfig braucht sich&lt;br /&gt;
keine Sorgen ums Futter zu machen, braucht sich keine Sorgen um Feinde zu machen, braucht&lt;br /&gt;
sich keine Sorgen um die wechselnden Jahreszeiten zu machen, aber um all dieser Sicherheit&lt;br /&gt;
willen, hat er seine Freiheit verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zen geht es darum, euch aus euren Käfigen herauszuholen. Diese Käfige haben schöne&lt;br /&gt;
Namen - Christentum, Hinduismus, Jainismus, Buddhismus. Zen geht es um dies: Ganz egal,&lt;br /&gt;
welche Form dein Käfig hat, lebe nicht in einem Käfig! Und das ganze Universum steht dir&lt;br /&gt;
offen; du mußt nicht erst danach suchen, es pulsiert schon in deinem Herzen. Sei dir nur&lt;br /&gt;
deines Inneren mehr bewußt, und du wirst anfangen, erwachsen zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur sehr wenige Menschen werden erwachsen, die meisten Menschen werden lediglich alt.&lt;br /&gt;
Erwachsen zu werden, macht einen zum Buddha. Und der Niedrigste hat das Potential zum&lt;br /&gt;
Buddha zu werden. Aber werde niemals Buddhist - das ist der Käfig. Gehöre niemals einer&lt;br /&gt;
Organisation an. Gehöre nie zu einem Glaubens- oder Moralsystem. Gehöre einzig und allein&lt;br /&gt;
deiner eigenen Freiheit an.&lt;br /&gt;
Und Freiheit bringt ganz gewiß ungeheure Verantwortung mit sich. Für alles, was du tust,&lt;br /&gt;
bist du verantwortlich. Es gibt niemanden sonst, der die Verantwortung übernimmt. Das ist der&lt;br /&gt;
Grund, warum die Leute einverstanden sind, an alle möglichen Lügen zu glauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott ist eine Lüge, aber den Leuten ist damit geholfen, ihn verantwortlich zu machen.&lt;br /&gt;
Er hat die Welt gemacht - und wenn er uns so gemacht hat, wie wir sind, trägt er die Verant-&lt;br /&gt;
wortung. Sie haben an Propheten, an Heilande geglaubt, nur um ihre Verantwortung auf sie zu&lt;br /&gt;
schieben. Und alle eure Heilande, eure Christusgestalten, eure Krishnas wollen nur das eine&lt;br /&gt;
von euch: &amp;quot;Glaubt an mich, und ich werde für euer spirituelles Leben sorgen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Millionen von Christen, und sie glauben an Jesus und sie glauben an Gott, und ihre&lt;br /&gt;
Spiritualität hat sich trotzdem nicht entfaltet, genausowenig wie sie sich in anderen&lt;br /&gt;
Religionen entfaltet hat. Etwas stimmt grundsätzlich nicht. Zen kommt es darauf an, daß du&lt;br /&gt;
erkennst, was daran falsch ist. Es fühlte sich gut an, die Verantwortung abzugeben - du bist&lt;br /&gt;
die Bürde los. Aber mit der Verantwortung ist auch deine Freiheit verschwunden. Und ein Mann,&lt;br /&gt;
der nichts von Freiheit weiß, weiß nichts vom Leben, weiß nichts von Liebe, weiß nichts von&lt;br /&gt;
Kreativität, weiß nichts von diesem gewaltigen Universum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich sage, es gibt keine Bedeutung, meine ich damit, daß du die Bedeutung schaffen mußt.&lt;br /&gt;
Es gibt sie nicht fix und fertig zu kaufen. Wenn ich sage, es gibt kein Ziel, meine ich&lt;br /&gt;
damit einfach, daß du lernen mußt, ohne Ziele zu leben. Das Leben eines Menschen hat nur dann&lt;br /&gt;
wirklich Sinn, wirklich Tiefe, wenn er keine Ziele hat, keine Schriften hat, wenn er allein ist&lt;br /&gt;
in diesem riesigen Universum - frei von jeder Führung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle heiligen Schriften sind unheilig, weil sie alle vorgeben, dir Führung zu geben,&lt;br /&gt;
dir Führer zu sein. Aber du brauchst keine Führer. Du brauchst Bewußtheit, und jeder Führer&lt;br /&gt;
will, daß du blind bist. Es ist leichter für den Führer, wenn die Menschen blind sind, denn dann&lt;br /&gt;
stellen sie keine Fragen, dann werfen sie keine Zweifel auf. Sie sind bereit, Sklaven zu sein,&lt;br /&gt;
wenn man ihnen nur Sicherheit gibt. Und genau das ist es, was euch die Religionen geben:&lt;br /&gt;
Sicherheit im Leben nach dem Tod, Sicherheit im Himmel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade neulich habe ich einen Film über Jesus gesehen - und ich liebe den Mann.&lt;br /&gt;
Ich kritisiere nur jemanden, den ich liebe, sonst halte ich ihn nicht für wert,&lt;br /&gt;
kritisiert zu werden. In dem Film waren ein paar Stellen ... An einer Stelle kam ein&lt;br /&gt;
reicher Mann zu Jesus, ein junger Mann, der gerade ein halbes Reich geerbt hatte,&lt;br /&gt;
und fragte ihn: &amp;quot;Ich würde so gerne mit dir gehen, aber was sind die Bedingungen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jesus antwortete: &amp;quot;Als erstes geh und verteile alles, was du besitzt, an die Armen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Alles?&amp;quot; fragte der Mann. &amp;quot;Ja&amp;quot;, antwortete Jesus. &amp;quot;Gib alles weg und komm zu mir.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Mann stand da, er zögerte, und ein Kichern ging durch die Menge. Und als der reiche&lt;br /&gt;
Mann in der Menge verschwand, um sich vor den Blicken der anderen zu verbergen,&lt;br /&gt;
sprach Jesus den berühmten Satz: &amp;quot;Ein Kamel kann durch ein Nadelöhr gehen, aber ein&lt;br /&gt;
reicher Mann kann nicht durch die Tore Gottes gehen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Art hat man die Armut verherrlicht. Und indem man die Armut verherrlicht,&lt;br /&gt;
zerstört man die Kunst, Reichtum zu schaffen, die Kunst, das Leben komfortabler zu gestalten,&lt;br /&gt;
und man tröstet den Armen in seinem Elend, in seiner Armut. Und dieser Mann, der junge Mann,&lt;br /&gt;
der gekommen ist - du hast zuviel von ihm verlangt, und zu früh! Ein Meister sollte es nicht&lt;br /&gt;
eilig haben. Er hat gerade ein Reich geerbt und schon soll er alles verteilen ... Und er&lt;br /&gt;
hatte gefragt: &amp;quot;Alles? Meinst du wirklich alles?&amp;quot; Wenn Jesus zu ihm gesagt hätte:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Verteile etwas davon&amp;quot;, und wenn er ihm dann näher gekommen wäre: &amp;quot;Verteile noch etwas mehr&amp;quot;,&lt;br /&gt;
und je mehr er an Nähe und Einsicht gewachsen wäre, so wäre das ganze Reich verteilt worden.&lt;br /&gt;
Jesus selbst ist es, der ihn daran hindert. Er kommt und ist bereit, aber zuviel zu verlangen,&lt;br /&gt;
wenn die Zeit noch nicht reif ist, das zeugt von Übereile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hätte gar nichts von ihm verlangt. Wenn er gekommen wäre, hätte ich ihn willkommen&lt;br /&gt;
geheißen, und so ganz allmählich hättet ihr ihm dann geholfen, sein Reich aufzulösen.&lt;br /&gt;
Wirklich, ehe ein Mensch nicht wach und bewußt geworden ist, sollte man so etwas Unmögliches&lt;br /&gt;
nicht von ihm verlangen. Aber alle Religionen haben seit jeher unmögliche, unnatürliche Dinge&lt;br /&gt;
verlangt. Dieser Mann muß mit dem Schuldgefühl, mit dem Gefühl der Minderwertigkeit,&lt;br /&gt;
weggegangen sein, weil er nicht mutig genug gewesen war. Jetzt hast du ihm eine Wunde beigebracht.&lt;br /&gt;
Wer soll ihn jetzt heilen? Und die Leute haben auf Jesus geschaut, als wäre er ein Heiler!&lt;br /&gt;
Und ich sage euch: Er hat der Menschheit mehr Wunden zugefügt, als irgendein anderer Mensch.&lt;br /&gt;
Aber diese Wunden sind sehr psychologisch; sie sind nicht an eurem Körper, sondern in euren&lt;br /&gt;
Gedanken. Aber alle Religionen tun das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Religionen haben die Frauen verdammt, weil sie den Körper einer Frau hassen, und niemand&lt;br /&gt;
hat sich darum geschert, daß es ohne den Körper der Frau keine Fortpflanzung gäbe. Selbst der&lt;br /&gt;
sogenannte Gott mußte sich einer Frau bedienen. Seltsam! Warum muß er die arme Maria schwanger&lt;br /&gt;
machen? Und dann wurden beide verdammt: der Ehemann und die Frau! Von Jesus&amp;#039; Vater ist nirgends&lt;br /&gt;
viel die Rede. Aber als ich mir die ganze Geschichte ansah, kam er mir viel menschlicher vor,&lt;br /&gt;
viel verständnisvoller als selbst euer Gott. Konnte Gott nicht wenigstens diese neun Monate&lt;br /&gt;
deichseln - war dieser Skandal etwa nötig, daß Jesus nicht der Sohn seines eigenen Vaters ist?&lt;br /&gt;
Und der gleiche Gott gibt euch das Gebot: &amp;quot;Du sollst nicht ehebrechen&amp;quot; - und er selber tut es!&lt;br /&gt;
Jesus ist der Beweis für Gottes Ehebruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber diese Fiktionen sind tröstlich - ein Gott, der erscheint, wenn man ihn braucht.&lt;br /&gt;
Seltsam ... daß man ihn nur in Judäa, in Israel, gebraucht hat und sonst nirgends. Und Judäa&lt;br /&gt;
ist eine unbedeutende Gegend ... nichts weiter Schönes dran. Gott sucht sich die Frau eines&lt;br /&gt;
armen Schreiners aus - und man hält ihn für allmächtig, er weiß alles. Dann muß er also auch&lt;br /&gt;
gewußt haben, daß dieser Junge mit dreiunddreißig Jahren gekreuzigt würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sie das alles wußten, haben die Religionen dennoch die Frauen verdammt. Und all&lt;br /&gt;
ihre Tirthankaras und all ihre Avataras, ihre Inkarnationen ... alle sind sie von Frauen&lt;br /&gt;
geboren worden. Und dennoch wird die Mutter all eurer männlichen Götter verdammt.&lt;br /&gt;
In der Dreieinigkeit des Christentums ist kein Platz für eine Frau. Tatsächlich hat man&lt;br /&gt;
die Frau auf der ganzen Welt immer nur wie einen Gebrauchsgegenstand behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber warum haben sich die Frauen damit abgefunden? Aus dem gleichen Grund, aus dem ihr euch&lt;br /&gt;
mit anderen Arten von Sklaverei abgefunden habt: Sicherheit. Der Ehemann wird für sie sorgen.&lt;br /&gt;
In den alten indischen Schriften steht: &amp;quot;Solange die Frau ein Kind ist, soll der Vater für&lt;br /&gt;
sie sorgen; wenn die Frau ein junges Mädchen ist, soll der Ehemann für sie sorgen, und wenn&lt;br /&gt;
die Frau alt ist, soll der Sohn für sie sorgen.&amp;quot; Aber mit dieser Sicherheit und Fürsorge zerstört&lt;br /&gt;
ihr die Freiheit der Frau. Und die Frau hat sich damit abgefunden - genau wie andere Leute sich&lt;br /&gt;
mit allen möglichen Arten von Sklaverei abgefunden haben - einfach, weil ihnen das Bewußtsein fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zen bemüht sich nur darum, dich zu deinem eigenen Bewußtsein hinzuführen, und dann sind keine&lt;br /&gt;
heiligen Schriften mehr nötig, und sind keine Führer mehr nötig.&lt;br /&gt;
Du hast dein eigenes Licht und du kannst dementsprechend leben - voller Intensität, voller Freude,&lt;br /&gt;
voller Tanz. Aber die Leute versuchen weiter einen Führer zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Osho, zu Besuch auf diesem Planeten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vom 11.Dezember 1931 bis 19.Januar 1990&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>212.101.202.110</name></author>
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		<title>212.101.202.110 am 1. Januar 1970 um 00:33 Uhr</title>
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		<updated>1970-01-01T00:33:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;=== Philosophie und andere Nahrung für Kopf und Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in der Neuzeit viele sogenannte Philosophien. Im Grunde sind sie - nach meinem&lt;br /&gt;
Geschmack - jedoch oft nur langweilige mentale Wucherungen von Mitmenschen,&lt;br /&gt;
die den Kontakt zu ihren eigenen Wurzeln verloren zu haben scheinen und die kaum&lt;br /&gt;
mehr in der Lage sind auf ihr Herz zu hören oder, jenseits von Worten, die Schlichtheit&lt;br /&gt;
und Faszination des gegenwärtigen Moments erfassen und genießen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glücklicherweise gibt es auch heute noch in dieser Hinsicht Lichtblicke oder mehr noch,&lt;br /&gt;
eine kristallene Klarheit von Gedanken und Visionen, deren Schlüssigkeit mich ganz&lt;br /&gt;
tief berührt. Der nachfolgende Auszug aus einem Vortrag von Osho, einem indischen&lt;br /&gt;
Mystiker, Philosophen und ... und ... ... dürfte für viele Menschen sicherlich mehr&lt;br /&gt;
als provokant sein. Es ist dennoch einen Versuch wert, diese Passagen möglichst&lt;br /&gt;
vorurteilsfrei - oder wie es im Englischen so treffend heißt - &amp;quot;open minded&amp;quot; zu lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Menschen auf der Welt verbringen ihr Leben aus einem ganz simplen&lt;br /&gt;
psychologischen Grund in irgendeiner Sklaverei: Sklaverei ist behaglich. Freiheit ist&lt;br /&gt;
ein offener Himmel. Sklaverei ist die Sicherheit des Käfigs. Der Vogel im Käfig braucht sich&lt;br /&gt;
keine Sorgen ums Futter zu machen, braucht sich keine Sorgen um Feinde zu machen, braucht&lt;br /&gt;
sich keine Sorgen um die wechselnden Jahreszeiten zu machen, aber um all dieser Sicherheit&lt;br /&gt;
willen, hat er seine Freiheit verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zen geht es darum, euch aus euren Käfigen herauszuholen. Diese Käfige haben schöne&lt;br /&gt;
Namen - Christentum, Hinduismus, Jainismus, Buddhismus. Zen geht es um dies: Ganz egal,&lt;br /&gt;
welche Form dein Käfig hat, lebe nicht in einem Käfig! Und das ganze Universum steht dir&lt;br /&gt;
offen; du mußt nicht erst danach suchen, es pulsiert schon in deinem Herzen. Sei dir nur&lt;br /&gt;
deines Inneren mehr bewußt, und du wirst anfangen, erwachsen zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur sehr wenige Menschen werden erwachsen, die meisten Menschen werden lediglich alt.&lt;br /&gt;
Erwachsen zu werden, macht einen zum Buddha. Und der Niedrigste hat das Potential zum&lt;br /&gt;
Buddha zu werden. Aber werde niemals Buddhist - das ist der Käfig. Gehöre niemals einer&lt;br /&gt;
Organisation an. Gehöre nie zu einem Glaubens- oder Moralsystem. Gehöre einzig und allein&lt;br /&gt;
deiner eigenen Freiheit an.&lt;br /&gt;
Und Freiheit bringt ganz gewiß ungeheure Verantwortung mit sich. Für alles, was du tust,&lt;br /&gt;
bist du verantwortlich. Es gibt niemanden sonst, der die Verantwortung übernimmt. Das ist der&lt;br /&gt;
Grund, warum die Leute einverstanden sind, an alle möglichen Lügen zu glauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott ist eine Lüge, aber den Leuten ist damit geholfen, ihn verantwortlich zu machen.&lt;br /&gt;
Er hat die Welt gemacht - und wenn er uns so gemacht hat, wie wir sind, trägt er die Verant-&lt;br /&gt;
wortung. Sie haben an Propheten, an Heilande geglaubt, nur um ihre Verantwortung auf sie zu&lt;br /&gt;
schieben. Und alle eure Heilande, eure Christusgestalten, eure Krishnas wollen nur das eine&lt;br /&gt;
von euch: &amp;quot;Glaubt an mich, und ich werde für euer spirituelles Leben sorgen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Millionen von Christen, und sie glauben an Jesus und sie glauben an Gott, und ihre&lt;br /&gt;
Spiritualität hat sich trotzdem nicht entfaltet, genausowenig wie sie sich in anderen&lt;br /&gt;
Religionen entfaltet hat. Etwas stimmt grundsätzlich nicht. Zen kommt es darauf an, daß du&lt;br /&gt;
erkennst, was daran falsch ist. Es fühlte sich gut an, die Verantwortung abzugeben - du bist&lt;br /&gt;
die Bürde los. Aber mit der Verantwortung ist auch deine Freiheit verschwunden. Und ein Mann,&lt;br /&gt;
der nichts von Freiheit weiß, weiß nichts vom Leben, weiß nichts von Liebe, weiß nichts von&lt;br /&gt;
Kreativität, weiß nichts von diesem gewaltigen Universum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich sage, es gibt keine Bedeutung, meine ich damit, daß du die Bedeutung schaffen mußt.&lt;br /&gt;
Es gibt sie nicht fix und fertig zu kaufen. Wenn ich sage, es gibt kein Ziel, meine ich&lt;br /&gt;
damit einfach, daß du lernen mußt, ohne Ziele zu leben. Das Leben eines Menschen hat nur dann&lt;br /&gt;
wirklich Sinn, wirklich Tiefe, wenn er keine Ziele hat, keine Schriften hat, wenn er allein ist&lt;br /&gt;
in diesem riesigen Universum - frei von jeder Führung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle heiligen Schriften sind unheilig, weil sie alle vorgeben, dir Führung zu geben,&lt;br /&gt;
dir Führer zu sein. Aber du brauchst keine Führer. Du brauchst Bewußtheit, und jeder Führer&lt;br /&gt;
will, daß du blind bist. Es ist leichter für den Führer, wenn die Menschen blind sind, denn dann&lt;br /&gt;
stellen sie keine Fragen, dann werfen sie keine Zweifel auf. Sie sind bereit, Sklaven zu sein,&lt;br /&gt;
wenn man ihnen nur Sicherheit gibt. Und genau das ist es, was euch die Religionen geben:&lt;br /&gt;
Sicherheit im Leben nach dem Tod, Sicherheit im Himmel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade neulich habe ich einen Film über Jesus gesehen - und ich liebe den Mann.&lt;br /&gt;
Ich kritisiere nur jemanden, den ich liebe, sonst halte ich ihn nicht für wert,&lt;br /&gt;
kritisiert zu werden. In dem Film waren ein paar Stellen ... An einer Stelle kam ein&lt;br /&gt;
reicher Mann zu Jesus, ein junger Mann, der gerade ein halbes Reich geerbt hatte,&lt;br /&gt;
und fragte ihn: &amp;quot;Ich würde so gerne mit dir gehen, aber was sind die Bedingungen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jesus antwortete: &amp;quot;Als erstes geh und verteile alles, was du besitzt, an die Armen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Alles?&amp;quot; fragte der Mann. &amp;quot;Ja&amp;quot;, antwortete Jesus. &amp;quot;Gib alles weg und komm zu mir.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Mann stand da, er zögerte, und ein Kichern ging durch die Menge. Und als der reiche&lt;br /&gt;
Mann in der Menge verschwand, um sich vor den Blicken der anderen zu verbergen,&lt;br /&gt;
sprach Jesus den berühmten Satz: &amp;quot;Ein Kamel kann durch ein Nadelöhr gehen, aber ein&lt;br /&gt;
reicher Mann kann nicht durch die Tore Gottes gehen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Art hat man die Armut verherrlicht. Und indem man die Armut verherrlicht,&lt;br /&gt;
zerstört man die Kunst, Reichtum zu schaffen, die Kunst, das Leben komfortabler zu gestalten,&lt;br /&gt;
und man tröstet den Armen in seinem Elend, in seiner Armut. Und dieser Mann, der junge Mann,&lt;br /&gt;
der gekommen ist - du hast zuviel von ihm verlangt, und zu früh! Ein Meister sollte es nicht&lt;br /&gt;
eilig haben. Er hat gerade ein Reich geerbt und schon soll er alles verteilen ... Und er&lt;br /&gt;
hatte gefragt: &amp;quot;Alles? Meinst du wirklich alles?&amp;quot; Wenn Jesus zu ihm gesagt hätte:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Verteile etwas davon&amp;quot;, und wenn er ihm dann näher gekommen wäre: &amp;quot;Verteile noch etwas mehr&amp;quot;,&lt;br /&gt;
und je mehr er an Nähe und Einsicht gewachsen wäre, so wäre das ganze Reich verteilt worden.&lt;br /&gt;
Jesus selbst ist es, der ihn daran hindert. Er kommt und ist bereit, aber zuviel zu verlangen,&lt;br /&gt;
wenn die Zeit noch nicht reif ist, das zeugt von Übereile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hätte gar nichts von ihm verlangt. Wenn er gekommen wäre, hätte ich ihn willkommen&lt;br /&gt;
geheißen, und so ganz allmählich hättet ihr ihm dann geholfen, sein Reich aufzulösen.&lt;br /&gt;
Wirklich, ehe ein Mensch nicht wach und bewußt geworden ist, sollte man so etwas Unmögliches&lt;br /&gt;
nicht von ihm verlangen. Aber alle Religionen haben seit jeher unmögliche, unnatürliche Dinge&lt;br /&gt;
verlangt. Dieser Mann muß mit dem Schuldgefühl, mit dem Gefühl der Minderwertigkeit,&lt;br /&gt;
weggegangen sein, weil er nicht mutig genug gewesen war. Jetzt hast du ihm eine Wunde beigebracht.&lt;br /&gt;
Wer soll ihn jetzt heilen? Und die Leute haben auf Jesus geschaut, als wäre er ein Heiler!&lt;br /&gt;
Und ich sage euch: Er hat der Menschheit mehr Wunden zugefügt, als irgendein anderer Mensch.&lt;br /&gt;
Aber diese Wunden sind sehr psychologisch; sie sind nicht an eurem Körper, sondern in euren&lt;br /&gt;
Gedanken. Aber alle Religionen tun das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Religionen haben die Frauen verdammt, weil sie den Körper einer Frau hassen, und niemand&lt;br /&gt;
hat sich darum geschert, daß es ohne den Körper der Frau keine Fortpflanzung gäbe. Selbst der&lt;br /&gt;
sogenannte Gott mußte sich einer Frau bedienen. Seltsam! Warum muß er die arme Maria schwanger&lt;br /&gt;
machen? Und dann wurden beide verdammt: der Ehemann und die Frau! Von Jesus&amp;#039; Vater ist nirgends&lt;br /&gt;
viel die Rede. Aber als ich mir die ganze Geschichte ansah, kam er mir viel menschlicher vor,&lt;br /&gt;
viel verständnisvoller als selbst euer Gott. Konnte Gott nicht wenigstens diese neun Monate&lt;br /&gt;
deichseln - war dieser Skandal etwa nötig, daß Jesus nicht der Sohn seines eigenen Vaters ist?&lt;br /&gt;
Und der gleiche Gott gibt euch das Gebot: &amp;quot;Du sollst nicht ehebrechen&amp;quot; - und er selber tut es!&lt;br /&gt;
Jesus ist der Beweis für Gottes Ehebruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber diese Fiktionen sind tröstlich - ein Gott, der erscheint, wenn man ihn braucht.&lt;br /&gt;
Seltsam ... daß man ihn nur in Judäa, in Israel, gebraucht hat und sonst nirgends. Und Judäa&lt;br /&gt;
ist eine unbedeutende Gegend ... nichts weiter Schönes dran. Gott sucht sich die Frau eines&lt;br /&gt;
armen Schreiners aus - und man hält ihn für allmächtig, er weiß alles. Dann muß er also auch&lt;br /&gt;
gewußt haben, daß dieser Junge mit dreiunddreißig Jahren gekreuzigt würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sie das alles wußten, haben die Religionen dennoch die Frauen verdammt. Und all&lt;br /&gt;
ihre Tirthankaras und all ihre Avataras, ihre Inkarnationen ... alle sind sie von Frauen&lt;br /&gt;
geboren worden. Und dennoch wird die Mutter all eurer männlichen Götter verdammt.&lt;br /&gt;
In der Dreieinigkeit des Christentums ist kein Platz für eine Frau. Tatsächlich hat man&lt;br /&gt;
die Frau auf der ganzen Welt immer nur wie einen Gebrauchsgegenstand behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber warum haben sich die Frauen damit abgefunden? Aus dem gleichen Grund, aus dem ihr euch&lt;br /&gt;
mit anderen Arten von Sklaverei abgefunden habt: Sicherheit. Der Ehemann wird für sie sorgen.&lt;br /&gt;
In den alten indischen Schriften steht: &amp;quot;Solange die Frau ein Kind ist, soll der Vater für&lt;br /&gt;
sie sorgen; wenn die Frau ein junges Mädchen ist, soll der Ehemann für sie sorgen, und wenn&lt;br /&gt;
die Frau alt ist, soll der Sohn für sie sorgen.&amp;quot; Aber mit dieser Sicherheit und Fürsorge zerstört&lt;br /&gt;
ihr die Freiheit der Frau. Und die Frau hat sich damit abgefunden - genau wie andere Leute sich&lt;br /&gt;
mit allen möglichen Arten von Sklaverei abgefunden haben - einfach, weil ihnen das Bewußtsein fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zen bemüht sich nur darum, dich zu deinem eigenen Bewußtsein hinzuführen, und dann sind keine&lt;br /&gt;
heiligen Schriften mehr nötig, und sind keine Führer mehr nötig.&lt;br /&gt;
Du hast dein eigenes Licht und du kannst dementsprechend leben - voller Intensität, voller Freude,&lt;br /&gt;
voller Tanz. Aber die Leute versuchen weiter einen Führer zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Osho, zu Besuch auf diesem Planeten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vom 11.Dezember 1931 bis 19.Januar 1990&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>212.101.202.110</name></author>
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		<id>https://wiki.bodemer.cloud/index.php?title=Zitate_Osho&amp;diff=2693&amp;oldid=prev</id>
		<title>212.101.202.110 am 1. Januar 1970 um 00:33 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bodemer.cloud/index.php?title=Zitate_Osho&amp;diff=2693&amp;oldid=prev"/>
		<updated>1970-01-01T00:33:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;=== Philosophie und andere Nahrung für Kopf und Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in der Neuzeit viele sogenannte Philosophien. Im Grunde sind sie - nach meinem&lt;br /&gt;
Geschmack - jedoch oft nur langweilige mentale Wucherungen von Mitmenschen,&lt;br /&gt;
die den Kontakt zu ihren eigenen Wurzeln verloren zu haben scheinen und die kaum&lt;br /&gt;
mehr in der Lage sind auf ihr Herz zu hören oder, jenseits von Worten, die Schlichtheit&lt;br /&gt;
und Faszination des gegenwärtigen Moments erfassen und genießen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glücklicherweise gibt es auch heute noch in dieser Hinsicht Lichtblicke oder mehr noch,&lt;br /&gt;
eine kristallene Klarheit von Gedanken und Visionen, deren Schlüssigkeit mich ganz&lt;br /&gt;
tief berührt. Der nachfolgende Auszug aus einem Vortrag von Osho, einem indischen&lt;br /&gt;
Mystiker, Philosophen und ... und ... ... dürfte für viele Menschen sicherlich mehr&lt;br /&gt;
als provokant sein. Es ist dennoch einen Versuch wert, diese Passagen möglichst&lt;br /&gt;
vorurteilsfrei - oder wie es im Englischen so treffend heißt - &amp;quot;open minded&amp;quot; zu lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Menschen auf der Welt verbringen ihr Leben aus einem ganz simplen&lt;br /&gt;
psychologischen Grund in irgendeiner Sklaverei: Sklaverei ist behaglich. Freiheit ist&lt;br /&gt;
ein offener Himmel. Sklaverei ist die Sicherheit des Käfigs. Der Vogel im Käfig braucht sich&lt;br /&gt;
keine Sorgen ums Futter zu machen, braucht sich keine Sorgen um Feinde zu machen, braucht&lt;br /&gt;
sich keine Sorgen um die wechselnden Jahreszeiten zu machen, aber um all dieser Sicherheit&lt;br /&gt;
willen, hat er seine Freiheit verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zen geht es darum, euch aus euren Käfigen herauszuholen. Diese Käfige haben schöne&lt;br /&gt;
Namen - Christentum, Hinduismus, Jainismus, Buddhismus. Zen geht es um dies: Ganz egal,&lt;br /&gt;
welche Form dein Käfig hat, lebe nicht in einem Käfig! Und das ganze Universum steht dir&lt;br /&gt;
offen; du mußt nicht erst danach suchen, es pulsiert schon in deinem Herzen. Sei dir nur&lt;br /&gt;
deines Inneren mehr bewußt, und du wirst anfangen, erwachsen zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur sehr wenige Menschen werden erwachsen, die meisten Menschen werden lediglich alt.&lt;br /&gt;
Erwachsen zu werden, macht einen zum Buddha. Und der Niedrigste hat das Potential zum&lt;br /&gt;
Buddha zu werden. Aber werde niemals Buddhist - das ist der Käfig. Gehöre niemals einer&lt;br /&gt;
Organisation an. Gehöre nie zu einem Glaubens- oder Moralsystem. Gehöre einzig und allein&lt;br /&gt;
deiner eigenen Freiheit an.&lt;br /&gt;
Und Freiheit bringt ganz gewiß ungeheure Verantwortung mit sich. Für alles, was du tust,&lt;br /&gt;
bist du verantwortlich. Es gibt niemanden sonst, der die Verantwortung übernimmt. Das ist der&lt;br /&gt;
Grund, warum die Leute einverstanden sind, an alle möglichen Lügen zu glauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott ist eine Lüge, aber den Leuten ist damit geholfen, ihn verantwortlich zu machen.&lt;br /&gt;
Er hat die Welt gemacht - und wenn er uns so gemacht hat, wie wir sind, trägt er die Verant-&lt;br /&gt;
wortung. Sie haben an Propheten, an Heilande geglaubt, nur um ihre Verantwortung auf sie zu&lt;br /&gt;
schieben. Und alle eure Heilande, eure Christusgestalten, eure Krishnas wollen nur das eine&lt;br /&gt;
von euch: &amp;quot;Glaubt an mich, und ich werde für euer spirituelles Leben sorgen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Millionen von Christen, und sie glauben an Jesus und sie glauben an Gott, und ihre&lt;br /&gt;
Spiritualität hat sich trotzdem nicht entfaltet, genausowenig wie sie sich in anderen&lt;br /&gt;
Religionen entfaltet hat. Etwas stimmt grundsätzlich nicht. Zen kommt es darauf an, daß du&lt;br /&gt;
erkennst, was daran falsch ist. Es fühlte sich gut an, die Verantwortung abzugeben - du bist&lt;br /&gt;
die Bürde los. Aber mit der Verantwortung ist auch deine Freiheit verschwunden. Und ein Mann,&lt;br /&gt;
der nichts von Freiheit weiß, weiß nichts vom Leben, weiß nichts von Liebe, weiß nichts von&lt;br /&gt;
Kreativität, weiß nichts von diesem gewaltigen Universum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich sage, es gibt keine Bedeutung, meine ich damit, daß du die Bedeutung schaffen mußt.&lt;br /&gt;
Es gibt sie nicht fix und fertig zu kaufen. Wenn ich sage, es gibt kein Ziel, meine ich&lt;br /&gt;
damit einfach, daß du lernen mußt, ohne Ziele zu leben. Das Leben eines Menschen hat nur dann&lt;br /&gt;
wirklich Sinn, wirklich Tiefe, wenn er keine Ziele hat, keine Schriften hat, wenn er allein ist&lt;br /&gt;
in diesem riesigen Universum - frei von jeder Führung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle heiligen Schriften sind unheilig, weil sie alle vorgeben, dir Führung zu geben,&lt;br /&gt;
dir Führer zu sein. Aber du brauchst keine Führer. Du brauchst Bewußtheit, und jeder Führer&lt;br /&gt;
will, daß du blind bist. Es ist leichter für den Führer, wenn die Menschen blind sind, denn dann&lt;br /&gt;
stellen sie keine Fragen, dann werfen sie keine Zweifel auf. Sie sind bereit, Sklaven zu sein,&lt;br /&gt;
wenn man ihnen nur Sicherheit gibt. Und genau das ist es, was euch die Religionen geben:&lt;br /&gt;
Sicherheit im Leben nach dem Tod, Sicherheit im Himmel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade neulich habe ich einen Film über Jesus gesehen - und ich liebe den Mann.&lt;br /&gt;
Ich kritisiere nur jemanden, den ich liebe, sonst halte ich ihn nicht für wert,&lt;br /&gt;
kritisiert zu werden. In dem Film waren ein paar Stellen ... An einer Stelle kam ein&lt;br /&gt;
reicher Mann zu Jesus, ein junger Mann, der gerade ein halbes Reich geerbt hatte,&lt;br /&gt;
und fragte ihn: &amp;quot;Ich würde so gerne mit dir gehen, aber was sind die Bedingungen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jesus antwortete: &amp;quot;Als erstes geh und verteile alles, was du besitzt, an die Armen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Alles?&amp;quot; fragte der Mann. &amp;quot;Ja&amp;quot;, antwortete Jesus. &amp;quot;Gib alles weg und komm zu mir.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Mann stand da, er zögerte, und ein Kichern ging durch die Menge. Und als der reiche&lt;br /&gt;
Mann in der Menge verschwand, um sich vor den Blicken der anderen zu verbergen,&lt;br /&gt;
sprach Jesus den berühmten Satz: &amp;quot;Ein Kamel kann durch ein Nadelöhr gehen, aber ein&lt;br /&gt;
reicher Mann kann nicht durch die Tore Gottes gehen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Art hat man die Armut verherrlicht. Und indem man die Armut verherrlicht,&lt;br /&gt;
zerstört man die Kunst, Reichtum zu schaffen, die Kunst, das Leben komfortabler zu gestalten,&lt;br /&gt;
und man tröstet den Armen in seinem Elend, in seiner Armut. Und dieser Mann, der junge Mann,&lt;br /&gt;
der gekommen ist - du hast zuviel von ihm verlangt, und zu früh! Ein Meister sollte es nicht&lt;br /&gt;
eilig haben. Er hat gerade ein Reich geerbt und schon soll er alles verteilen ... Und er&lt;br /&gt;
hatte gefragt: &amp;quot;Alles? Meinst du wirklich alles?&amp;quot; Wenn Jesus zu ihm gesagt hätte:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Verteile etwas davon&amp;quot;, und wenn er ihm dann näher gekommen wäre: &amp;quot;Verteile noch etwas mehr&amp;quot;,&lt;br /&gt;
und je mehr er an Nähe und Einsicht gewachsen wäre, so wäre das ganze Reich verteilt worden.&lt;br /&gt;
Jesus selbst ist es, der ihn daran hindert. Er kommt und ist bereit, aber zuviel zu verlangen,&lt;br /&gt;
wenn die Zeit noch nicht reif ist, das zeugt von Übereile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hätte gar nichts von ihm verlangt. Wenn er gekommen wäre, hätte ich ihn willkommen&lt;br /&gt;
geheißen, und so ganz allmählich hättet ihr ihm dann geholfen, sein Reich aufzulösen.&lt;br /&gt;
Wirklich, ehe ein Mensch nicht wach und bewußt geworden ist, sollte man so etwas Unmögliches&lt;br /&gt;
nicht von ihm verlangen. Aber alle Religionen haben seit jeher unmögliche, unnatürliche Dinge&lt;br /&gt;
verlangt. Dieser Mann muß mit dem Schuldgefühl, mit dem Gefühl der Minderwertigkeit,&lt;br /&gt;
weggegangen sein, weil er nicht mutig genug gewesen war. Jetzt hast du ihm eine Wunde beigebracht.&lt;br /&gt;
Wer soll ihn jetzt heilen? Und die Leute haben auf Jesus geschaut, als wäre er ein Heiler!&lt;br /&gt;
Und ich sage euch: Er hat der Menschheit mehr Wunden zugefügt, als irgendein anderer Mensch.&lt;br /&gt;
Aber diese Wunden sind sehr psychologisch; sie sind nicht an eurem Körper, sondern in euren&lt;br /&gt;
Gedanken. Aber alle Religionen tun das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Religionen haben die Frauen verdammt, weil sie den Körper einer Frau hassen, und niemand&lt;br /&gt;
hat sich darum geschert, daß es ohne den Körper der Frau keine Fortpflanzung gäbe. Selbst der&lt;br /&gt;
sogenannte Gott mußte sich einer Frau bedienen. Seltsam! Warum muß er die arme Maria schwanger&lt;br /&gt;
machen? Und dann wurden beide verdammt: der Ehemann und die Frau! Von Jesus&amp;#039; Vater ist nirgends&lt;br /&gt;
viel die Rede. Aber als ich mir die ganze Geschichte ansah, kam er mir viel menschlicher vor,&lt;br /&gt;
viel verständnisvoller als selbst euer Gott. Konnte Gott nicht wenigstens diese neun Monate&lt;br /&gt;
deichseln - war dieser Skandal etwa nötig, daß Jesus nicht der Sohn seines eigenen Vaters ist?&lt;br /&gt;
Und der gleiche Gott gibt euch das Gebot: &amp;quot;Du sollst nicht ehebrechen&amp;quot; - und er selber tut es!&lt;br /&gt;
Jesus ist der Beweis für Gottes Ehebruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber diese Fiktionen sind tröstlich - ein Gott, der erscheint, wenn man ihn braucht.&lt;br /&gt;
Seltsam ... daß man ihn nur in Judäa, in Israel, gebraucht hat und sonst nirgends. Und Judäa&lt;br /&gt;
ist eine unbedeutende Gegend ... nichts weiter Schönes dran. Gott sucht sich die Frau eines&lt;br /&gt;
armen Schreiners aus - und man hält ihn für allmächtig, er weiß alles. Dann muß er also auch&lt;br /&gt;
gewußt haben, daß dieser Junge mit dreiunddreißig Jahren gekreuzigt würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sie das alles wußten, haben die Religionen dennoch die Frauen verdammt. Und all&lt;br /&gt;
ihre Tirthankaras und all ihre Avataras, ihre Inkarnationen ... alle sind sie von Frauen&lt;br /&gt;
geboren worden. Und dennoch wird die Mutter all eurer männlichen Götter verdammt.&lt;br /&gt;
In der Dreieinigkeit des Christentums ist kein Platz für eine Frau. Tatsächlich hat man&lt;br /&gt;
die Frau auf der ganzen Welt immer nur wie einen Gebrauchsgegenstand behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber warum haben sich die Frauen damit abgefunden? Aus dem gleichen Grund, aus dem ihr euch&lt;br /&gt;
mit anderen Arten von Sklaverei abgefunden habt: Sicherheit. Der Ehemann wird für sie sorgen.&lt;br /&gt;
In den alten indischen Schriften steht: &amp;quot;Solange die Frau ein Kind ist, soll der Vater für&lt;br /&gt;
sie sorgen; wenn die Frau ein junges Mädchen ist, soll der Ehemann für sie sorgen, und wenn&lt;br /&gt;
die Frau alt ist, soll der Sohn für sie sorgen.&amp;quot; Aber mit dieser Sicherheit und Fürsorge zerstört&lt;br /&gt;
ihr die Freiheit der Frau. Und die Frau hat sich damit abgefunden - genau wie andere Leute sich&lt;br /&gt;
mit allen möglichen Arten von Sklaverei abgefunden haben - einfach, weil ihnen das Bewußtsein fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zen bemüht sich nur darum, dich zu deinem eigenen Bewußtsein hinzuführen, und dann sind keine&lt;br /&gt;
heiligen Schriften mehr nötig, und sind keine Führer mehr nötig.&lt;br /&gt;
Du hast dein eigenes Licht und du kannst dementsprechend leben - voller Intensität, voller Freude,&lt;br /&gt;
voller Tanz. Aber die Leute versuchen weiter einen Führer zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Osho, zu Besuch auf diesem Planeten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vom 11.Dezember 1931 bis 19.Januar 1990&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>212.101.202.110</name></author>
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		<id>https://wiki.bodemer.cloud/index.php?title=Zitate_Osho&amp;diff=682&amp;oldid=prev</id>
		<title>212.101.202.110 am 1. Januar 1970 um 00:33 Uhr</title>
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		<updated>1970-01-01T00:33:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;=== Philosophie und andere Nahrung für Kopf und Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in der Neuzeit viele sogenannte Philosophien. Im Grunde sind sie - nach meinem&lt;br /&gt;
Geschmack - jedoch oft nur langweilige mentale Wucherungen von Mitmenschen,&lt;br /&gt;
die den Kontakt zu ihren eigenen Wurzeln verloren zu haben scheinen und die kaum&lt;br /&gt;
mehr in der Lage sind auf ihr Herz zu hören oder, jenseits von Worten, die Schlichtheit&lt;br /&gt;
und Faszination des gegenwärtigen Moments erfassen und genießen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glücklicherweise gibt es auch heute noch in dieser Hinsicht Lichtblicke oder mehr noch,&lt;br /&gt;
eine kristallene Klarheit von Gedanken und Visionen, deren Schlüssigkeit mich ganz&lt;br /&gt;
tief berührt. Der nachfolgende Auszug aus einem Vortrag von Osho, einem indischen&lt;br /&gt;
Mystiker, Philosophen und ... und ... ... dürfte für viele Menschen sicherlich mehr&lt;br /&gt;
als provokant sein. Es ist dennoch einen Versuch wert, diese Passagen möglichst&lt;br /&gt;
vorurteilsfrei - oder wie es im Englischen so treffend heißt - &amp;quot;open minded&amp;quot; zu lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Menschen auf der Welt verbringen ihr Leben aus einem ganz simplen&lt;br /&gt;
psychologischen Grund in irgendeiner Sklaverei: Sklaverei ist behaglich. Freiheit ist&lt;br /&gt;
ein offener Himmel. Sklaverei ist die Sicherheit des Käfigs. Der Vogel im Käfig braucht sich&lt;br /&gt;
keine Sorgen ums Futter zu machen, braucht sich keine Sorgen um Feinde zu machen, braucht&lt;br /&gt;
sich keine Sorgen um die wechselnden Jahreszeiten zu machen, aber um all dieser Sicherheit&lt;br /&gt;
willen, hat er seine Freiheit verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zen geht es darum, euch aus euren Käfigen herauszuholen. Diese Käfige haben schöne&lt;br /&gt;
Namen - Christentum, Hinduismus, Jainismus, Buddhismus. Zen geht es um dies: Ganz egal,&lt;br /&gt;
welche Form dein Käfig hat, lebe nicht in einem Käfig! Und das ganze Universum steht dir&lt;br /&gt;
offen; du mußt nicht erst danach suchen, es pulsiert schon in deinem Herzen. Sei dir nur&lt;br /&gt;
deines Inneren mehr bewußt, und du wirst anfangen, erwachsen zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur sehr wenige Menschen werden erwachsen, die meisten Menschen werden lediglich alt.&lt;br /&gt;
Erwachsen zu werden, macht einen zum Buddha. Und der Niedrigste hat das Potential zum&lt;br /&gt;
Buddha zu werden. Aber werde niemals Buddhist - das ist der Käfig. Gehöre niemals einer&lt;br /&gt;
Organisation an. Gehöre nie zu einem Glaubens- oder Moralsystem. Gehöre einzig und allein&lt;br /&gt;
deiner eigenen Freiheit an.&lt;br /&gt;
Und Freiheit bringt ganz gewiß ungeheure Verantwortung mit sich. Für alles, was du tust,&lt;br /&gt;
bist du verantwortlich. Es gibt niemanden sonst, der die Verantwortung übernimmt. Das ist der&lt;br /&gt;
Grund, warum die Leute einverstanden sind, an alle möglichen Lügen zu glauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott ist eine Lüge, aber den Leuten ist damit geholfen, ihn verantwortlich zu machen.&lt;br /&gt;
Er hat die Welt gemacht - und wenn er uns so gemacht hat, wie wir sind, trägt er die Verant-&lt;br /&gt;
wortung. Sie haben an Propheten, an Heilande geglaubt, nur um ihre Verantwortung auf sie zu&lt;br /&gt;
schieben. Und alle eure Heilande, eure Christusgestalten, eure Krishnas wollen nur das eine&lt;br /&gt;
von euch: &amp;quot;Glaubt an mich, und ich werde für euer spirituelles Leben sorgen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Millionen von Christen, und sie glauben an Jesus und sie glauben an Gott, und ihre&lt;br /&gt;
Spiritualität hat sich trotzdem nicht entfaltet, genausowenig wie sie sich in anderen&lt;br /&gt;
Religionen entfaltet hat. Etwas stimmt grundsätzlich nicht. Zen kommt es darauf an, daß du&lt;br /&gt;
erkennst, was daran falsch ist. Es fühlte sich gut an, die Verantwortung abzugeben - du bist&lt;br /&gt;
die Bürde los. Aber mit der Verantwortung ist auch deine Freiheit verschwunden. Und ein Mann,&lt;br /&gt;
der nichts von Freiheit weiß, weiß nichts vom Leben, weiß nichts von Liebe, weiß nichts von&lt;br /&gt;
Kreativität, weiß nichts von diesem gewaltigen Universum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich sage, es gibt keine Bedeutung, meine ich damit, daß du die Bedeutung schaffen mußt.&lt;br /&gt;
Es gibt sie nicht fix und fertig zu kaufen. Wenn ich sage, es gibt kein Ziel, meine ich&lt;br /&gt;
damit einfach, daß du lernen mußt, ohne Ziele zu leben. Das Leben eines Menschen hat nur dann&lt;br /&gt;
wirklich Sinn, wirklich Tiefe, wenn er keine Ziele hat, keine Schriften hat, wenn er allein ist&lt;br /&gt;
in diesem riesigen Universum - frei von jeder Führung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle heiligen Schriften sind unheilig, weil sie alle vorgeben, dir Führung zu geben,&lt;br /&gt;
dir Führer zu sein. Aber du brauchst keine Führer. Du brauchst Bewußtheit, und jeder Führer&lt;br /&gt;
will, daß du blind bist. Es ist leichter für den Führer, wenn die Menschen blind sind, denn dann&lt;br /&gt;
stellen sie keine Fragen, dann werfen sie keine Zweifel auf. Sie sind bereit, Sklaven zu sein,&lt;br /&gt;
wenn man ihnen nur Sicherheit gibt. Und genau das ist es, was euch die Religionen geben:&lt;br /&gt;
Sicherheit im Leben nach dem Tod, Sicherheit im Himmel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade neulich habe ich einen Film über Jesus gesehen - und ich liebe den Mann.&lt;br /&gt;
Ich kritisiere nur jemanden, den ich liebe, sonst halte ich ihn nicht für wert,&lt;br /&gt;
kritisiert zu werden. In dem Film waren ein paar Stellen ... An einer Stelle kam ein&lt;br /&gt;
reicher Mann zu Jesus, ein junger Mann, der gerade ein halbes Reich geerbt hatte,&lt;br /&gt;
und fragte ihn: &amp;quot;Ich würde so gerne mit dir gehen, aber was sind die Bedingungen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jesus antwortete: &amp;quot;Als erstes geh und verteile alles, was du besitzt, an die Armen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Alles?&amp;quot; fragte der Mann. &amp;quot;Ja&amp;quot;, antwortete Jesus. &amp;quot;Gib alles weg und komm zu mir.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Mann stand da, er zögerte, und ein Kichern ging durch die Menge. Und als der reiche&lt;br /&gt;
Mann in der Menge verschwand, um sich vor den Blicken der anderen zu verbergen,&lt;br /&gt;
sprach Jesus den berühmten Satz: &amp;quot;Ein Kamel kann durch ein Nadelöhr gehen, aber ein&lt;br /&gt;
reicher Mann kann nicht durch die Tore Gottes gehen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Art hat man die Armut verherrlicht. Und indem man die Armut verherrlicht,&lt;br /&gt;
zerstört man die Kunst, Reichtum zu schaffen, die Kunst, das Leben komfortabler zu gestalten,&lt;br /&gt;
und man tröstet den Armen in seinem Elend, in seiner Armut. Und dieser Mann, der junge Mann,&lt;br /&gt;
der gekommen ist - du hast zuviel von ihm verlangt, und zu früh! Ein Meister sollte es nicht&lt;br /&gt;
eilig haben. Er hat gerade ein Reich geerbt und schon soll er alles verteilen ... Und er&lt;br /&gt;
hatte gefragt: &amp;quot;Alles? Meinst du wirklich alles?&amp;quot; Wenn Jesus zu ihm gesagt hätte:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Verteile etwas davon&amp;quot;, und wenn er ihm dann näher gekommen wäre: &amp;quot;Verteile noch etwas mehr&amp;quot;,&lt;br /&gt;
und je mehr er an Nähe und Einsicht gewachsen wäre, so wäre das ganze Reich verteilt worden.&lt;br /&gt;
Jesus selbst ist es, der ihn daran hindert. Er kommt und ist bereit, aber zuviel zu verlangen,&lt;br /&gt;
wenn die Zeit noch nicht reif ist, das zeugt von Übereile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hätte gar nichts von ihm verlangt. Wenn er gekommen wäre, hätte ich ihn willkommen&lt;br /&gt;
geheißen, und so ganz allmählich hättet ihr ihm dann geholfen, sein Reich aufzulösen.&lt;br /&gt;
Wirklich, ehe ein Mensch nicht wach und bewußt geworden ist, sollte man so etwas Unmögliches&lt;br /&gt;
nicht von ihm verlangen. Aber alle Religionen haben seit jeher unmögliche, unnatürliche Dinge&lt;br /&gt;
verlangt. Dieser Mann muß mit dem Schuldgefühl, mit dem Gefühl der Minderwertigkeit,&lt;br /&gt;
weggegangen sein, weil er nicht mutig genug gewesen war. Jetzt hast du ihm eine Wunde beigebracht.&lt;br /&gt;
Wer soll ihn jetzt heilen? Und die Leute haben auf Jesus geschaut, als wäre er ein Heiler!&lt;br /&gt;
Und ich sage euch: Er hat der Menschheit mehr Wunden zugefügt, als irgendein anderer Mensch.&lt;br /&gt;
Aber diese Wunden sind sehr psychologisch; sie sind nicht an eurem Körper, sondern in euren&lt;br /&gt;
Gedanken. Aber alle Religionen tun das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Religionen haben die Frauen verdammt, weil sie den Körper einer Frau hassen, und niemand&lt;br /&gt;
hat sich darum geschert, daß es ohne den Körper der Frau keine Fortpflanzung gäbe. Selbst der&lt;br /&gt;
sogenannte Gott mußte sich einer Frau bedienen. Seltsam! Warum muß er die arme Maria schwanger&lt;br /&gt;
machen? Und dann wurden beide verdammt: der Ehemann und die Frau! Von Jesus&amp;#039; Vater ist nirgends&lt;br /&gt;
viel die Rede. Aber als ich mir die ganze Geschichte ansah, kam er mir viel menschlicher vor,&lt;br /&gt;
viel verständnisvoller als selbst euer Gott. Konnte Gott nicht wenigstens diese neun Monate&lt;br /&gt;
deichseln - war dieser Skandal etwa nötig, daß Jesus nicht der Sohn seines eigenen Vaters ist?&lt;br /&gt;
Und der gleiche Gott gibt euch das Gebot: &amp;quot;Du sollst nicht ehebrechen&amp;quot; - und er selber tut es!&lt;br /&gt;
Jesus ist der Beweis für Gottes Ehebruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber diese Fiktionen sind tröstlich - ein Gott, der erscheint, wenn man ihn braucht.&lt;br /&gt;
Seltsam ... daß man ihn nur in Judäa, in Israel, gebraucht hat und sonst nirgends. Und Judäa&lt;br /&gt;
ist eine unbedeutende Gegend ... nichts weiter Schönes dran. Gott sucht sich die Frau eines&lt;br /&gt;
armen Schreiners aus - und man hält ihn für allmächtig, er weiß alles. Dann muß er also auch&lt;br /&gt;
gewußt haben, daß dieser Junge mit dreiunddreißig Jahren gekreuzigt würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sie das alles wußten, haben die Religionen dennoch die Frauen verdammt. Und all&lt;br /&gt;
ihre Tirthankaras und all ihre Avataras, ihre Inkarnationen ... alle sind sie von Frauen&lt;br /&gt;
geboren worden. Und dennoch wird die Mutter all eurer männlichen Götter verdammt.&lt;br /&gt;
In der Dreieinigkeit des Christentums ist kein Platz für eine Frau. Tatsächlich hat man&lt;br /&gt;
die Frau auf der ganzen Welt immer nur wie einen Gebrauchsgegenstand behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber warum haben sich die Frauen damit abgefunden? Aus dem gleichen Grund, aus dem ihr euch&lt;br /&gt;
mit anderen Arten von Sklaverei abgefunden habt: Sicherheit. Der Ehemann wird für sie sorgen.&lt;br /&gt;
In den alten indischen Schriften steht: &amp;quot;Solange die Frau ein Kind ist, soll der Vater für&lt;br /&gt;
sie sorgen; wenn die Frau ein junges Mädchen ist, soll der Ehemann für sie sorgen, und wenn&lt;br /&gt;
die Frau alt ist, soll der Sohn für sie sorgen.&amp;quot; Aber mit dieser Sicherheit und Fürsorge zerstört&lt;br /&gt;
ihr die Freiheit der Frau. Und die Frau hat sich damit abgefunden - genau wie andere Leute sich&lt;br /&gt;
mit allen möglichen Arten von Sklaverei abgefunden haben - einfach, weil ihnen das Bewußtsein fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zen bemüht sich nur darum, dich zu deinem eigenen Bewußtsein hinzuführen, und dann sind keine&lt;br /&gt;
heiligen Schriften mehr nötig, und sind keine Führer mehr nötig.&lt;br /&gt;
Du hast dein eigenes Licht und du kannst dementsprechend leben - voller Intensität, voller Freude,&lt;br /&gt;
voller Tanz. Aber die Leute versuchen weiter einen Führer zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Osho, zu Besuch auf diesem Planeten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vom 11.Dezember 1931 bis 19.Januar 1990&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>212.101.202.110</name></author>
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