Tip Laser belichtungsfolie

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http://www.progforum.com/showthread.php?s=b71bda05dbdb33bb8be28953e49e7530&t=976


Also ich benutze "Farnell Laser Folie 3" 10 Blatt A4 = 10,25 € auf einem Apple LaserWriter Pro. (baugleich HP 4P). Beste Ergebnisse; zwar nicht ganz billig, aber 10 Blatt muss man erstmal verjubeln; idR. reicht halb durchgeschnitten = A5.


Wenn es nicht gerade Feinstleitertechnik sein soll, dann funktioniert auch normales Transparentpapier ganz gut. Wie immer die bedruckte Seite zur Platine.


Hi, also ich habe einen HP4P und benutze die Folie PPC-Kopierfolie PLX 0,10 da kosten 100 Blatt 12,50 Euro. Diese Folie ist perfekt.


Genau das ist der Punkt, Steffen. Ein Paar gedanken dazu... Im anderen Thread werden ja gerade Lobhymnen auf Papier und Tintenstrahldrucker verbreitet. Ich habe zahlreiche Belichtungstests mit verschiedenen Papieren und u.A. auch hochwertigen Pergamenten (deren Preis ähnlich hoch ist wie der guter Folien) gemacht. Die beste Deckkraft ergibt sich mit 2 übereinander liegenden Folien. Bei mir erreiche ich damit im Gegenlicht vollständige Lichtundurchlässigkeit bei gleichzeitiger hoher Transparenz. Das bietet kein Papier mit keinem Pausspray und kein Pergament. Auch die kontrasterhöhende Lackspray-Methode kommt da nicht ran. In den vergangenen Threads waren immer wieder zahlreiche Klagen und Hilferufe über Probleme beim Belichten zu lesen. Das sollten mal die Leute nachlesen, die Tintendrucker und Papier für das nonplusultra ansehen. Der Einzige der da bisher wohl gute Ergebnisse hinbekommt, ist Markus mit seinem Epson. Aber auch er hat immer wieder betont, das andere (Tinten-) Druckermodelle sich viel schlechter für die Belichtung eignen. Belichtungsprobleme dieser Art kenne ich überhaupt nicht. Feine Strukturen lassen sich mit der 'Laserdrucker auf Folien Belichtung' sehr gut hinbekommen. Für Leiterbahnbreiten die gegen 0.1 mm tendieren eignet sich kein Papier. Schon allein weil es bedingt durch die Fasern an den Rändern zuviel streut. Die Konturenschärfe leidet darunter und der Ätzvorgang ist immer kritisch in Sachen Unterätzung (wenn eine LB nicht einheitl. Stark ist und damit dem Ätzgut mehr Angriffsfläche anbietet).

Natürlich kann Verzug bei Folien ein Thema sein. Wie schon erwähnt, muss ich mich damit bei Gelegenheit nochmal genau befassen und werde mich dann auch ausführlich dazu äußern.

Hier (bei diesem Thema) werden teilweise Äpfel mit Birnen gleichgesetzt. Da ist der Anfänger, der seine Platinen noch mittels Tuschestift zeichnet (das dürfte bei vielen von uns 20 Jahre her sein) und noch immer nicht verstehen möchte, das mittels Transferfolien oder Bügeleisenmethode keine ansehenliche Leiterplatten entstehen können (obwohl diese Themen doch alle durch sind). Das Gross der Leute (ich meine nicht nur die 'Batronix Kernmannschaft') kommt wohl etwa bis zur doppelseitigen Platine, jedoch ohne Durchkontaktieren, Laminieren, Verzinnen. Diese Schritte sind kostenintensiv (besonders das DK), da es die Materialien / Geräte nicht preisgünstig beim Händler um die Ecke gibt. Ein Paar wenige sind über diesen Punkt hinaus (ich leider noch nicht) wie z.B. Markus, der nach seinen Auskünften bis zur 4-Lagen LP in guter Qualität gekommen ist.

Achso, Belichtungszeiten anzugeben ohne im Detail was über die Belichtung mitzuteilen ist völlig sinnlos (ich meine solche Sätze wie "... dann nimmst du das Blatt und belichtest 3 Minuten, dann funzt die Sache schon ..."

...Aber zurück zur Überschrift Im Moment verwende ich noch die Zweckform 3562 (die kosteten ehemalig 28 DM für 25 Stk. A4), mit der ich bisher gute Erfahrungen gemacht habe. Ansonsten habe ish ebenfalls die Zweckform Avery 3491, eine hochwertige aber mattierte Folie, die besonders viel Toner aufnehmen soll (habe ich noch nicht erprobt, dürfte sich auch nur einlagig eignen).

Gruß Gerd



Ich denke Du sprichst hier einen Wichtigen Grund dafür an warum "Diskussionen" um diese Herstellungsmethoden immer und immer wieder in allerlei Foren und e-mail Listen sowie im Newsnet geführt werden. Neues ist selten dabei. Ich denke meine Methode zur Herstellung mehrlagiger ist zwar auch nicht neu, aber als einsatz im Hobbybereich vermutlich wenigstens selten genug :-)

Der Punkt aber auf den ich kommen wollte ist dass der Vorgang soviele verschiedene Faktoren enthält welche einfach nicht genügend vergleichbar sind dass es die Ergebnisse eben auch nicht sind.

Es gibt z.B. sehr wohl Wege um auch mit Tonertransfer zu ganz beachtlichen Ergebnissen zu kommen - und das auch noch extrem Preisgünstig (siehe z.B. http://myweb.cableone.net/wheedal/pcb.htm )

Wie um Himmels willen soll man denn ein Belichtungsgerät mit Röhren ernsthaft vergleichen mit einem Belichtungsvorgang wo einer einen Print an die Sonne legt? Wo "Wärmelampen" auf dem Baumaarkt irgendwie von der Decke hängen und andere normales Neonlicht verwenden? Wo Vorlagen auf weissem Papier mit professionell gemachten Filmen aus dem Copy Shop verglichen werden sollen?

Es macht natürlich schon Sinn wenn Leute ihre Methoden vorstellen sodass sich ein Neueinsteiger oder jemand auf der Suche nach einer "besseren" Methode auch mal die Methode aussuchen kann die für Seine Vorstellungen am besten passt. Ich staune aber manchmal schon (nicht hier und jetzt) wie solche Diskussionen zum Glaubenskrieg ausarten können! :-)

Markus



Es kommt eben wirklich immer drauf an was man machen will. Für eine einfache Schaltung mit bedrahtetet Bauteilen reicht oft das billigste Medium. Ich habe mit einfachem Transparentpapier auch schon SMD-Schaltungen (Leiterbahnbreite >= 0,3mm, Abstand >= 0,3mm) ohne Probleme hergestellt. Wichtig ist natürlich, das man vorher eine Belichtungsreihe macht sonst geht das freilich in die Hose. Deswegen habe ich auch keine weiteren Angaben zur Belichtungszeit etc. gemacht.

Was die Tintenstrahldruckerei anbetrifft, da ist Markus nicht der einzigste. Ich erziehle mit einem Epson Stylus Color 640 auch sehr gute Ergebnisse bei 0,2/0,2mm. Dazu muss ich aber auch noch sagen, das die Ergebnisse zwar immer noch sehr gut sind (nach Belichten und Entwicklen) aber der Ausdruck bei weitem nicht mehr so scharf und lichtundurchlässig ist seit dem ich eine nicht-Original Epson Tintenpatrone eingebaut habe. Es kommt wirklich auf die Tinte und natürlich auch auf die Folien an. Als Folien verwende ich momentan übrigens 3M Ink Jet Transparency Film CG3460 (eigentlich für HP).

Und wenn wir einmal beim kompletten Thema Leiterplattenfertigung sind, ich hab mir jetzt so eine Presse (Bungard) zum mechanischen Durchkontaktieren mittels Nieten bestellt. Meine Platinen werden kaum größer als 1/2 Euro-Kartenformat und ich habe momentan nicht so viele das sich der Bau einer Galvanikanlage lohnt. Die kleinsten erhältlichen Nieten habe einen Außendurchmesser von 0,6mm und eignen sich (denke ich jedefalls) hervorragend für Vias unter SMD-Schaltkreisen. Der Kopfdurchmesser beträgt dabei 0,9mm (+/-0,15mm) entspricht also einem Via mit 0,6mm Bohrdurchmesser und 1mm Diameter. Klar, 0,4/0,8 wären mir lieber aber das ist mechanisch wohl kaum machbar.

Wenn ich die Presse und die Nieten habe werde ich auf jeden Fall meine Erfahrungen hier preisgeben.



@Markus Ja, gewiss, die Neueinsteiger sollen sich schon orientieren können. Auch scheinbar eingeschliffene Verfahren müssen ab und zu auf den Prüfstand und irgendwie gibt es ja immer noch was zu verbessern oder man ist z.B. gezwungen die Materialien zu wechseln, weils den Hersteller nicht nicht gibt (bloß nichts heraufbeschwören - klopf auf Holz! :-)). Übrigens Stichwort Wärmelampe aus dem Baumarkt. Hab's glaube ich schon mal erwähnt, aber damit belichte auch ich (500 W Halogen). Geht wirklich gut! Das Layout braucht aber eine Kühlung (bei mir macht das ein in das Gestell eingebauter 120 mm Lüfter). Und es ist doch eh bald wieder Winter ... :-)

@Steffen Es freut mich (wirklich), wenn man mit Tintendruckern brauchbare Resultate erzeugen kann (könnte einem auch selber mal zu gute kommen). Das mit der Presse finde ich sehr interessant. Da werde ich mit Spannung Deine Kommentare dazu erwarten.

@ Buz11 (icke) Die von mir erwähnten Zweckform Avery 3491 kannst Du kostenlos als 3er Muster auf der Zweckform Webseite anfordern (die rücken auch andere Muster raus, dann aber nur noch jeweils eine Folie). Ist eine prima Methode zum testen, bevor man so ein Paket (Stückpreis glaube ich 1 Euro) sich kauft und es einem dann nicht zusagt (wird aber bei Zweckform nicht vorkommen, die Folien sind sehr gut und nicht umsonst in den Elektronics-FAQ benannt).